Moin und willkommen beim Veranstaltungskalender aus dem Bremer Norden!

Editorial

Liebe Interessierte, Veranstalter und Inserenten,

Am 09.11. jährt sich das unsegliche Gedenken an die Reichskristallnacht zum 80. Mal. In den Nächten vom 07. – 13.11.1938 wurden hunderte Ju- den ermordet, in den Selbstmord getrieben oder in Konzentrations- lagern inhaftiert. Die Masken waren gefallen. Der Übergang von der Diskriminierung zur organisiserten Verfolgung war gelungen. Damals gab es genug Menschen, die sich nicht vorstellen konnten, dass Menschen zu „sowas“ imstande wären. Und ich habe die große Hoffnung, dass die Menschen in der heutigen Gesellschaft, zu „sowas“ tatsächlich nicht mehr im Stande sind. Aber dieses sogenannte „Framing“ war und ist Realität.

Wenn man es nur oft genug hört, liest und im Fernsehen oder in der Facebooktimeline sieht, dann glaubt man irgendwann, was dort gesagt wird oder steht. Und leider finden wir wieder diesen gesellschaftlichen Wandel vor. Unsere Demokratie ist sicher noch nicht perfekt. Aber sie ist etwas, wofür wir einstehen müssen, um sie besser zu machen und zu leben und dürfen nicht sagen, dass sie nichts wert sei. Wir haben dieses Privileg. Das ist nicht einmal nur bezogen auf ein „das darf man ja wohl mal sagen dürfen.“ Nein, meines Erachtens hat auch ein respekt- voller Umgang untereinander sehr gelitten. Die Sprache verroht zusehens.

Im Talmud steht: „Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, in sich gehen … denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“ Und genau das sollten wir tun: Unsere Gedanken vielleicht auch mal hinterfragen und ein wenig mehr auf unsere Worte achten. Mein Geschichtslehrer sagte immer: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nie verstehen.“

Empathie und Menschlichkeit sind ein hohes Gut. Nicht nur, wenn es um das Teilen eines Landes mit anderen Kulturen geht. Aus gegebenem Anlass möchte ich an dieser Stelle darauf hin- weisen, dass es manchmal auch in unseren engsten Kreisen Menschen gibt, die akut Hilfe brauchen. Oft reicht es schon aus, sich ein Stäbchen in den Mund zu stecken und dieses an die deutschen Knochenmarkspende (DKMS) zu schicken. Das tut gar nicht weh und man ist damit vielleicht ein wahrer Lebensretter.

In diesem Sinne wünschen wir einen schönen Start in die dunkle Jahreszeit, gefüllt mit einem bunten Strauß Veranstalltungen, die Licht ins Gemüt bringen. Also ganz viel Spaß beim Lesen!

Euer Nordanschlag-Team
Dijana & Laris & die fleißigen Helferlein

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